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“-wie die Augen, die bekanntlich nicht lügen,
zu einer KÜNSTLICHEN Seele werden, über die
die Kunstfigur am Ende selbst lachen muss...”
-Robert Menasse über „LOOK AT ME“

 

 

 
LOOK AT ME
© MARTINRILLE.COM

one channel video installation, 1min45sec, 2003
found footage: Star Trek Episode "Dagger of the Mind, 1966".
William Shatner; Leonard Nimoy; DeForest Kelley

The shot-countershot technique, which shows a subjective field of vision in the shot and the bearer of the look in the counter-shot, is used here as a tool with which to analyse an episode of the television series 'Star Trek'

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Das Schuß-Gegenschuß-Verfahren, welches im Schuß ein subjektives Blickfeld und im Gegenschuß den Inhaber jenes Blickes zeigt, wurde als Werkzeug eingesetzt um eine Episode der Fernseh Serie "Star Trek" zu analysieren.

 

 

Eye attitude as keynote and ground colour
(text by Michael Hammerschmid)

 

The gazes of three are gazes, looks, that know something we don´t. They tell of the possibility of beeing watched, or of great watchfulness. Perhaps they actually bring together the essence of Star Trek episode 'Dagger of Mind'. A kind of ground colour, an attitude for the eyes. The eyes` attitude as ground colour - or keynote. What is said with the eyes lies in the realm of other knowledge, of a kind of 'unkown knowledge' (Michel de Certeau). Expectation, communication, community, care, attention, concentration, fear, horror, joy - they´re in the air. They involve looking , looking in, looking out, staring; and to look is often a way of listening.

 

 

 

Augenhaltung als Grundton
(Text von Michael Hammerschmid)

 

Die Blicke der drei sind Blicke, die etwas wissen, das wir nicht wissen. Sie erzählen von der Möglichkeit des Beobachtetseins, von großer Wachheit. Vielleicht bündelt sich in ihnen tatsächlich die Essenz dessen, was die "Star Trek" - Episode "Dagger of Mind" transportiert. Es ist eine Art Grundton, eine Augenhaltung. Die Augenhaltung als Grundton. Was mit den Augen gesagt wird, liegt im Bereich des anderen Wissens, vielleicht einer Art "ungewusstes Wissens" (Michel de Certeau). Erwartung, Kommunikation, Gemeinschaft, Sorge, Aufmerken, Konzentration, Angst, Entsetzen, Freude. Sie liegen in der Luft. Wobei es ein Anschauen gibt, ein Einschauen, ein Hineinschauen, ein Starren; und oft ist das Schauen das Horchen.

 

 

 

Kunstkatalog "Raumzeitpunkte sind Ereignisse"
Raumzeitpunkte sind Ereignisse / Events are points in spacetime : Performative Arbeiten von Studierenden der Transmedialen Kunst, Universität für angewandte Kunst / Brigitte Kowanz, Peter Kozek (Hrsg.). – Wien : Univ. f. angewandte Kunst, 2008. – 110 S. - 978-3-85211-149-0